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Hilfe für Afrika

Unsere Reise nach Gambia

17.02. - 07.03.2011

Anfang 2010 beschlossen wir, das Projekt „Ärzte helfen“ zu unterstützen und nach Gambia zu fliegen, um dort in der ASB Klinik in Serrekunda zu arbeiten. Damals war alles noch ganz fern, aber die Zeit verging wie im Flug.

Es mussten die Reise und Materialspenden organisiert werden.

Einen herzlichen Dank möchten wir hier an die Firmen und Unternehmen richten, die uns unterstützt haben: Dentsply, GC, TEPE, 1A Pharma, Gebr. Brasseler, M&W Dental, Fleester Marktapotheke, Colgate, Dr.Wolf

Dann ging es am 17.2.2011 endlich los. Von Hamburg über Brüssel flogen wir schließlich nach Banjul (Gambia), wo wir herzlich durch den Fahrer der ASB Klinik empfangen wurden. Die ersten Eindrücke des Landes haben wir auf dem Weg ins Hotel gesammelt.

Am nächsten Morgen haben wir die Klinik angeschaut, um uns ein Bild über die Behandlungsbedingungen zu machen und das Personal kennen zu lernen. Auch hier wurden wir herzlich aufgenommen, von den beiden deutschen Klinikleiterinnen Beatrice Weigelt und Gudrun Lehmbeck. Die Klinik umfasst alle Behandlungsbereiche (Labor, OP, Geburtenstation, Zahnbehandlungen, Vorsorgeimpfungen usw.). Es werden hier rund 36.000 Patienten pro Jahr behandelt.

Für Zahnbehandlungen können die Patienten von Montag bis Samstag ohne Termine in die Klinik kommen, um sich dort behandeln zulassen. Sie müssen einen kleinen Betrag für die Behandlungen entrichten, da es auch in Afrika heißt: „Was nichts kostet, ist nichts wert“.

Und dann ging es los. Da es sich schnell herum gesprochen hat, dass „weiße deutsche Zahnärzte“ in der Klinik sind, haben wir sehr viele interessante Menschen aller Altersklassen über die zwei Wochen kennengelernt. Wir haben versucht ihre Probleme zu lösen z.B. Schmerzbehandlungen, Zahnextraktionen, Weisheitszahnentfernung, ästhetische Kunststofffüllungen oder auch Zahnreinigungen. Die ersten Tage war es extrem schwer, sich auf die afrikanische Mentalität einzulassen, da in Afrika alles ein wenig langsamer geht. Ein beliebter Spruch der Afrikaner ist: „Ihr habt die Uhr, wir die Zeit“. Nach jeder Diagnose wurde lange diskutiert oder wie auf dem Bazar gefeilscht.

Aber auch die Weiterbildung des zahnmedizinischen Personals gehörte zu unseren Aufgaben. Hierzu gehörten zum Beispiel die Materialverarbeitung, Hygienemaßnahmen oder die Herstellung von Zahnersatz. Aber auch das strukturierte Arbeiten stand auf dem „Lehrplan“. das ist in Afrika ein wenig schwer umzusetzen ist, wie wir feststellen mussten.

Nach einer Woche fing dann parallel zu unserer Arbeit das „Face Project“ in der Klinik an. (nähere Informationen unter http://de-de.facebook.com/pages/FACE/147752241948479?v=info). Ein deutsches Ärzteteam bestehend aus zwei Kieferchirurgen, einen Internisten, einem Anästhesisten und einem Dermatologen kamen in die Klinik zur Behandlung von schwerwiegenden Erkrankungen. Hierunter befanden sich Patienten mit riesigen sichtbaren Tumoren, Hasenscharten oder Hautveränderungen. Wir haben viele weitere Krankheiten gesehen, die in Deutschland gar nicht vorkommen. Zahlreiche dieser Patienten würden ohne die Behandlung des Expertenteams versterben.

In unserer freien Zeit haben wir uns einen Eindruck über das Land, seine Menschen und der Vegetation gemacht. Es war sehr interessant zu sehen, wie glücklich und zufrieden die Gambianer sind, trotz ihrer Armut. Uns wurde stets Herzlichkeit entgegengebracht, egal wo wir hinkamen.

Nach fast drei Wochen mussten wir dann Abschied nehmen, vom Land und seinen Menschen. Wir sind mit einem weinenden und einem lachenden Auge in den Flieger nach Deutschland ge-stiegen. Glücklich sind wir über die Fortschritte, die schon nach der kurzen Zeit zu sehen waren und die vielen Menschen, die  dankbar über unsere Hilfe waren - wehmütig über die finanzielle Situation der Klinik, die ihren Erhalt sehr schwer macht. Diese gut  funktionierende Institution ist so wichtig in einem Land wie Gambia und noch wichtiger für die Menschen, die auf medizinische Hilfe angewiesen sind. Wir werden die Klinik auch weiterhin von Deutschland aus unterstützen und hoffen, noch einmal vor Ort arbeiten zu können.

Dafür benötigen wir auch Ihre Hilfe!

ASB Lueneburg Bankverbindung:

Sparkasse Lueneburg Konto: 3186 BLZ:240 501 10

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.asb-lueneburg.org
www.aerzte-helfen.net

Herzliche Grüße

Dr. Martin Christiansen & Dr. Henrike Rolf 


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Montag: 8.00-20.00
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